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Vortrag zur Stärkung von Demokratie und Integration in Martinsthal
Martinsthal. Der Vortrag, der im Rahmen des ersten Integrationskurses in Eltville-Martinsthal durchgeführt wurde, richtete sich an geflüchtete Menschen. Dieser hatte zum Ziel, das Verständnis für demokratische Werte sowie die Rolle der Polizei in Deutschland zu fördern.
Bürgermeister Patrick Kunkel ließ insbesondere den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr wertvolles Engagement danken. „Ohne die Ehrenamtlichen wäre eine solch erfolgreiche Integrationsarbeit nicht möglich“, so Kunkel. Er unterstrich die Bedeutung solcher Veranstaltungen für die Stadt Eltville: „Mit diesem Vortrag haben wir den Teilnehmenden nicht nur ein besseres Verständnis für unser Rechtssystem und die Aufgaben der Polizei vermittelt, sondern auch Ängste abgebaut und den Weg für eine erfolgreiche Integration mitgestaltet.“ Er hob hervor, dass die engagierte Zusammenarbeit aller Integrationsverantwortlichen entscheidend dazu beiträgt, geflüchtete Menschen in die Gesellschaft einzubinden.
Samir Bouhmara sprach über zentrale Themen wie die Aufgaben der Polizei, die Bedeutung von Demokratie und die Rechte und Pflichten von Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland. Besonders betonte er, wie wichtig es ist, sich mit den gesellschaftlichen Normen und dem Rechtssystem auseinanderzusetzen, um als Teil der Gesellschaft voll integriert und selbstständig leben zu können. Auch Themen wie Gewaltprävention und die Rolle der Polizei in der Gesellschaft sowie der Umgang miteinander wurden behandelt.
„Das gute Miteinander in Eltville ist bemerkenswert, gerade in Martinsthal, wo auch geflüchtete Menschen untergebracht sind. Die Menschen hier in diesem Kurs wollen sich integrieren, die Sprache erlernen und unsere Kultur verstehen“, lobte Bouhmara das positive Klima der Zusammenarbeit. „Diese Veranstaltung zeigt deutlich, wie gut die verschiedenen Integrationsakteure zusammenarbeiten, um den geflüchteten Menschen den Einstieg in die Gesellschaft zu erleichtern.“
Im Anschluss an den Vortrag konnten die Teilnehmenden in praktischen Übungen und Rollenspielen lernen, wie sie in verschiedenen Situationen richtig reagieren können, etwa bei Konfliktsituationen oder in Kontrollsituationen mit der Polizei. Dies ermöglichte es den Teilnehmenden, nicht nur theoretisches Wissen zu erwerben, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand zu bekommen.
Die Veranstaltung wurde vom Amt für Soziales in Eltville am Rhein in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Rheingau-Taunus organisiert und von ehrenamtlichen Dolmetschern unterstützt, um Sprachbarrieren zu überwinden. Dies trug zu einer angenehmen und offenen Atmosphäre bei, in der Fragen gestellt und diskutiert werden konnten. Die engagierten Dozentinnen der VHS unterstützen aktiv die Initiativen der Stadt Eltville, geflüchteten Menschen die Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und vermitteln die Kursinhalte auf eine Weise, die von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen wird.
Matthias Ott von der Eltviller Jugendarbeit und die Ehrenamtliche Claudia Schmitt, die sich in außergewöhnlichem Maße für die Unterstützung von geflüchteten Menschen einsetzen, nahmen an der Veranstaltung ebenfalls teil. Ihr Engagement und ihre Arbeit tragen dazu bei, dass die Teilnehmenden sich willkommen fühlen und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können.
„Dieser Vortrag ist ein weiterer Schritt, den wir in Martinsthal gehen, um den geflüchteten Menschen zu helfen, sich besser zu integrieren und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, zeigte sich Bürgermeister Kunkel hoffnungsfroh.
Eltville am Rhein, 2. April 2025